titelbildhss

HSSKlinisches SpektrumStimmstörungen

Stimmstörungen

Eine Stimmstörung (Dysphonie) kann sich durch verschiedene Symptome äußern: Heiserkeit, schnelle Stimmermüdung, verminderte Belastbarkeit der Stimme, erhöhte Sprechanstrengung, Mißempfindungen im Kehlkopf sowie Husten- oder Räusperzwang.

Stimmstörungen werden grundsätzlich in zwei Gruppen eingeteilt: in organische und funktionelle Dysphonien.

  • Organische Dysphonien beruhen auf organischen Veränderungen im Kehlkopf, z. B. Entzündung, Polyp, Ödem, Stimmlippenlähmung, Tumor.
  • Funktionelle Dysphonien beruhen auf einem funktionellen Ungleichgewicht der an der Stimmgebung beteiligten Muskel. Auslöser ist oft ein unökonomischer Gebrauch der Stimme.

Verschiedene Ursachen der Dysphonie erfordern unterschiedliche Therapien. In Frage kommen:

  • Logopädie (Stimmübungsbehandlung);
  • Operative Maßnahmen (z.B. Entfernung von Stimmlippenpolypen),
  • Medikamentöse Intervention (z.B. bei gastroösophagealem Reflux).

Für die Wahl der richtigen Therapie ist die fachärztliche Abklärung der Stimmstörung und ihrer Ursache erforderlich.

Die logopädische Behandlung bei Stimmstörungen wird an der HSS-Klinik, je nach Bedarf, ambulant oder stationär angeboten. Im Rahmen der logopädischen Erstabklärung wird das Ausmaß der erforderlichen logopädischen Therapie festgestellt. Auch ist uns wichtig, auf die individuellen Bedürfnisse unserer Patienten einzugehen und den Therapieplan dementsprechend zu gestalten.

Stimmanpassung:

Anpassung bei trans* weiblichen Personen.
Die Stimme stellt einen wesentlichen Bestandteil der geschlechtlichen Identität dar.
Stimmt die Stimme jedoch nicht mit dem empfundenen Geschlecht überein, kann dies zu Dysphorie und erheblicher emotionaler Belastung führen.
Besteht der Wunsch nach einem weiblichen und authentischen Stimmklang, so kann dieser im Rahmen einer logopädischen Therapie durch gezielte Stimmanpassung erreicht werden. Mit Hilfe evidenzbasierter Methoden wird hierbei vor allem die Resonanz (z.B. Kehlkopfposition, schwingende Stimmlippenmasse) durch Übungen reduziert. Aktives Üben und Umsetzen des Erlernten im Alltag ist Grundvoraussetzung für den Therapieerfolg.

Bei trans* männlichen Personen geschieht die Stimmanpassung durch Hormontherapie (Schleimhautwachstum durch Testosterongabe). In dieser sensiblen Veränderungphase ist eine logopädische Beratung sinnvoll.

Unser Angebot begleitet Patient:innen professionell auf diesem Weg - individuell, einfühlsam und wirkungsvoll.

Login

Melden Sie sich bitte mit Benutzername und Passwort an.

Anruf Haben Sie Schmerzen?

Gesundheitsberatung am Telefon

Anruf
Haben Sie ein gesundheitliches Problem und machen sich Sorgen?
Rufen Sie die 1450 an - ohne Vorwahl, vom Handy oder Festnetz.
Sie erhalten Auskunft über die Dringlichkeit Ihres Problems und eine passende Handlungsempfehlung. → 1450
Bereitschaftsdienst
Nachtdienst Apotheke